ab 1945

Vor 1945 erfolgte die Instandhaltung von Kraftfahrzeugen in Cottbus in ca. neun eigenständigen und überwiegend privat betriebenen Werkstätten. Dazu kamen kleinere Handwerksbetriebe für Motorrad-, Pkw- und Kfz-Elektrikinstandsetzungen. Lastkraftwagen wurden meist in eigener Regie der Fahrzeughalter gewartet, so z. B. in Brauereien oder vom Verkehrsbetrieb der Stadt Cottbus. Der Bombenangriff am 15. Februar 1945 zerstörte einen Großteil der Werkstätten. Viele der noch existierenden Betriebe wurden in der Sowjetischen Besatzungszone bzw. nach Gründung der DDR von der Treuhand übernommen. Am 1. August 1950 entstand die „Vereinigung Volkseigener Betriebe (VVB) Kraftverkehrs- und Reparaturbetrieb Land Brandenburg, Einsatzstelle Cottbus VEB". Die erste Betriebsstätte für den Cottbuser Raum - der VEB Kraftverkehr Cottbus, Kfz-Reparaturwerk - etablierte sich 1951 in der Calauer Straße (ehemals Firma Wetteborn). Die eigentliche Gründung des Kraftfahrzeuginstandsetzungsbetriebes (KIB) Cottbus erfolgte am 1. Januar 1953 im Zuge der Ausgliederung aus dem VVB Kraftverkehrs- und Reparaturbetrieb.

ab 1950

Anfang der 50er Jahre verließen viele Handwerksmeister aus politischen wie aus wirtschaftlichen Gründen die DDR. Die Werkstätten wurden vom KIB weitergeführt. Ende 1954 hatte der Betrieb 150 Beschäftigte. Mit dem Baubeginn des Gaskombinates Schwarze Pumpe und der weiteren Erschließung der Braunkohlevorkommen wuchs die Bevölkerung in Cottbus stetig, woraus auch eine neue Etappe der KIB-Entwicklung resultierte. Ein völlig neuer Instandsetzungsbetrieb wurde projektiert und zwischen 1955 und 1958 fertiggestellt. Es war einer der ersten Neubauten eines Kfz-Instandsetzungswerkes in der DDR. Zum Betrieb gehörten eine Vulkanisiererei sowie eine Zylinderschleiferei.

ab 1967

Bis 1967 erhöhte sich die Anzahl der Beschäftigten auf 289, die Warenproduktion hatte sich sogar vervierfacht. Instandgesetzt wurden: NKW - G 5, H 6, S 4000, Robur, Pkw- Wartburg, Skoda, F 9 sowie eine breite Palette von Einzelbaugruppen und Aggregaten. Unterhalten wurden eine Karosserieabteilung, Polsterei, Lackiererei, eine Wasch- und Pflegediensteinrichtung. 1968 entstand die Federschmiede und danach 1970 ein zentrales Ersatzteillager zur Versorgung aller Betriebe und Betriebsstellen des KIB Cottbus im Bezirk Cottbus.

1. Januar 1970

Am 1. Januar 1970 erfolgte der Zusammenschluss aller KIB im ehemaligen Bezirk Cottbus. Dieser Großbetrieb wurde dann am 1. Juli 1970 mit allen Kraftverkehrsbetrieben im ehemaligen Bezirk Cottbus vereinigt. Der KIB Cottbus hieß damals: VEB Kfz-Instandsetzungsbetrieb Cottbus im Verkehrskombinat Cottbus. 1976 wurden die Serviceleistungen weiter ausgebaut. In Betrieb gingen ein Diagnosezentrum mit Motortester, Stoßdämpferprüfgerät, Rollen-Bremsprüfstand, eine optische Achsmessanlage sowie eine Vergaserprüf- und Einstellabteilung.

ab 1982

Ab 1982 erfolgte die Umprofilierung des KIB Cottbus zu einem reinen Pkw-Betrieb. Die bisherige Instandsetzung des Lkw W-50 wurde nach Guben verlagert. Die Reparaturhalle in Cottbus wurde rekonstruiert und als Pkw-Halle eingerichtet. Zwischen 1986 und 1989 entwickelte sich der Bedarf an Kfz-Instandsetzungsleistungen weit schneller als die vorhandenen Kapazitäten. Ein weiterer Neubau auf dem hinteren Gelände des KIB Cottbus mit einer 3-schichtigen Auslastung der Anlagen war vorgesehen. Doch dazu kam es nicht mehr. Mit der politischen Wende kündigten sich neue Produktionsverhältnisse und Gesellschaftsstrukturen an.

Februar 1990 – Juli 1991

Im Februar 1990 ermöglichte ein Beschluss der Volkskammer der DDR volkseigene Betriebe in Kapitalgesellschaften umzuwandeln. Schnell hatten die Cottbuser die neuen Chancen erkannt und die sofortige Herauslösung aus dem Kombinat beantragt. Gleichzeitig wurden die Verhandlungen mit dem IFA-Werk Ludwigsfelde zur Wiederaufnahme der W-50-Instandsetzung aufgenommen.

  • 1. JUNI 1990: Umwandlung des VEB Kfz-Instandsetzungsbetriebes die Autohaus Cottbus GmbH.
  • 1. JUNI 1990: Wiederaufnahmedes LKW-Geschäftes über das IFA-Werk Ludwigsfelde.
  • 1. JULI 1990: Eröffnungsbilanz vorgelegt. Der Vertrag mit der Mercedes-Benz AG kommt zustande, nachdem das Unternehmen im IFA-Werk Ludwigsfelde Fuß gefasst hatte.
  • 1. JULI 1990: Unvergesslicher Start als Mercedes-Benz Partner in der Region; 13 500 Besucher zählte die erste Mercedes-Benz Sonderschau in Cottbus.
  • 7. FEBRUAR 1991: Privatisierung der Autohaus Cottbus GmbH, wobei von nun an dem Geschäftsführenden Gesellschafter Hagen Ridzkowski die beiden Gesellschafter Joachim Braack und Gerd Schreiter zur Seite stehen.

1995 – 2008

Die Jahre 1996, 2000, 2007 und 2008 stehen für die Gebietserweitung der Autohaus Cottbus GmbH. Es wurden unsere Standorte Spremberg, Finsterwalde, Lübben, Herzberg und Guben eröffnet.

1995: Zertifizierung des Qualitätsmanagements
1996: Neubau Zweigbetrieb Spremberg
2000: Kauf der Autohaus Welger GmbH & Co. KG Finsterwalde
2000: Neubau des Zweigbetriebs Lübben
2007: Eröffnung Zweigbetrieb Herzberg
2008: Eröffnung Zweigbetrieb Guben

2009 – 2015

2009: "Junge Sterne" Vertragspartner
2010: TruckWorks Vertragspartner
2011: Neubau der PKW- und LKW-Waschhalle in Cottbus
2012: Neubau der Nutzfahrzeughalle in Herzberg
2014: Smart Vertragspartner
2015: Eröffnung des Gebrauchtwagencenters

Die Autohaus Cottbus (AHC) GmbH beschäftigt im Jahr 2015 190 Mitarbeiter, davon 36 Auszubildende.

2020

Januar - August: Umbau des PKW Showroom auf MAR2020